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Archives de la guerre de Sept ans et correspondance familiale : le fonds du prince Xavier de Saxe

Xavier de Saxe

(Dresde, 1730 – Dresde, 1806)

A la fin de l’année 1790, le prince Xavier de Saxe, frère de la Dauphine Marie-Josèphe et oncle maternel de Louis XVI quitte sa résidence de Pont-sur-Seine dans l’Aube, en abandonnant ses bijoux les plus précieux, sa bibliothèque et ses archives. Le Directoire décrète la confiscation définitive de ses biens le 3 floréal an VI (22 avril 1798).

Le classement des archives commence en 1841. Mais ce n’est qu’entre 1903 et 1910 qu’une équipe réunissant archivistes et militaires germanistes, publie les trois tomes de l’inventaire sommaire de la série E* (fonds de Saxe).

Présentation du projet Xavier de Saxe

Le projet Xavier de Saxe consiste à mettre à disposition du grand public ainsi que des chercheurs, notamment français et allemands, mais également polonais ou autrichiens, les archives du prince de Saxe relatives à la guerre de Sept ans et à son très important réseau de relations internationales.

Projekt-Präsentation

(en allemand)

  • Xaver von Sachsen verlässt Frankreich am Ende des Jahres 1790. Er lässt in Pont-sur-Seine den größten Teil seiner Sammlungen, des Mobiliars und seines Archivs zurück. Sein Name ist auf der Liste der Emigranten verzeichnet und am 31. März 1793 wird das Schloß gerichtlich versiegelt. Im Mai und Juni 1793 wird die Bibliothek inventarisiert und mehrere Kisten mit kartographischen Dokumenten werden nach Paris geschickt.

    Am 22. April 1798 erläßt das Directoire das Dekret zur endgültigen Beschlagnahmung der Güter des Prinzen. Die Verwaltung des Departements Aube entscheidet dann, von diesen ein Inventar anfertigen zu lassen, bevor sie in das Bezirksarchiv, in die Bibliothek und in das Museum von Troyes geschickt werden. Die Aktion verläuft schnell und am 17. Juli werden zwanzig Kisten mit Archivmaterial nach Troyes geschickt.

    Die ersten Klassifizierungen von Auguste Vallet de Viriville (1838–1841) und von Pierre Philippe Guignard (1843–1852) sind wenig ausführlich. Die einzige größere Veränderung ergibt sich plötzlich im Jahre 1864, als die Dokumente bezüglich der Regierung Sachsens und insbesondere der Verwaltung von Xaver von Sachsen während der Minderjährigkeit von Friedrich-August III. an Baron Seebach, den sächsischen Botschafter, übergeben werden.

    Erst mit Jules-Joseph Vernier, der von 1898 bis 1906 im Departement Aube im Amt war, wird die Bestandsaufnahme schließlich durchgeführt. Dank Ulysse Robert, dem Generalinspektor des Archivs, erhält Vernier in der Tat die Unterstützung von fünf Armeemitgliedern mit germanistischer Bildung unter der Leitung von Kommandant Veling, einem früheren Deutschlehrer. Dank dieser Zusammenarbeit wird die Bestandsaufnahme rasch durchgeführt und das Gesamtinventar der Reihe E* wird 1903 bis 1910 veröffentlicht. Im Jahre 1992 wird dieses Inventar von Benoît Van Reeth vervollständigt, der 148 Konvolute klassifiziert, die Anfang des 20. Jahrhunderts “vergessen” worden waren.

    Die Klassifizierung scheint die interne Organisation der Dokumente zu bewahren, die bereits im Inventar aus dem Jahre 1798 erkennbar war. Sie setzt sich aus zwei großen Serien zusammen. Die erste, aus den privaten Archiven des Prinzen bestehend, zählt neun Abteilungen:

    • der Siebenjährige Krieg;
    • private und intime Korrespondenz des Prinzen;
    • “Verschiedenes”. Es handelt sich um verschiedene Dokumente, darunter wissenschaftliche Aufsätze als Vorlesungsstoff seiner Lehrer für den Kurprinzen, eine Textsammlung bezüglich der politischen Verwaltung während der Minderjährigkeit des Kurprinzen, Betrachtungen zu dem Plan einer Doppelheirat zwischen den Herrscherhäusern Frankreichs und Sachsens, ein Gutachten gegen die Vorbehalte Österreichs hinsichtlich des Gütererbes innerhalb des pfalzgräflichen Zweiges in Bayern, satirische Verse über die Damen am sächsischen Hof, von ihren Kindern an den Prinzen und seine Gattin gerichtete Glückwünsche in Vers- und Prosaform, das Tagebuch des Prinzen während seiner Reisen durch Frankreich und die Schweiz im Jahr 1776, usw.
    • Dokumente aus den Jahren 1752 bis 1797, die Polen betreffen. Erwähnt seien lediglich jene, die die Handlungen der gesetzgebenden Versammlung in Polen betreffen; das Protokoll der Beratungen zwischen dem Botschafter Katharinas II. und den polnischen Delegierten im Rahmen der Verhandlungen zu dem Vertrag von 1767; die Betrachtungen eines polnischen Edelmannes zu den Patentbriefen des preußischen Königs vom 13. September 1772, die anlässlich der Inbesitznahme des polnischen Teils Preußens bekannt gemacht wurden; ein Bericht über Polen, der dem Graf de Vergennes im Juli 1785 übergeben worden war;
    • Sammlung von Inventaren von Möbeln, Büchern, Gemälden in den Residenzen von Prinz Xaver sowohl in Frankreich wie in Sachsen;
    • Hausverwaltung des Prinzen ;
    • “Die Herrschaft Zabeltitz nahe Dresden, die dem Prinz gehörte und wo er am 21. Juni 1806 starb”. Sie betrifft die Verwaltung von Zabeltitz, aber auch die Besitzungen Chaumot, Pont-sur-Seine, Bertrandy – in Sarcelles – und Vaudreuil in der Normandie, ebenso wie die Herrenhäuser in der Rue Charlot und der Rue Saint-Honoré. Übrigens enthalten 13 Konvolute Dokumente bezüglich einer “privaten Beratung” des Prinzen
    • private Buchführung des Prinzen ;
    • Bibliothek des Prinzen (173 Konvolute). Diese Abteilung enthält nur die Bibliothekskataloge, sowie Einzelstücke, die in vier Unterabteilungen gegliedert sind: verschiedene Veröffentlichungen, Streitschriften, Sammlung von Verordnungen und Beschlüssen, Zeitschriften

    Die zweite, kleinere Serie enthält die Archive des Gutes Pont-sur-Seine und der umgebenden Örtlichkeiten (Saint-Aubin, Crancey, Quincey, usw.), sowie die der verpfändeten Ländereien in Nogent-sur-Seine. Die letzten Dossiers (Archive zu Gut, Länderei und Privatsphäre) stammen von der Familie Le Bouthilier, den vorherigen Eigentümern des Schlosses in Pont-sur-Seine.
    Die Numerisierung betrifft die Archive des Siebenjährigen Krieges (Tagebücher) und die private und intime Korrespondenz des Prinzen Xaver von Sachsen (50 000 Briefe und 800 Korrespondenten): das heißt 569 Konvolute und fast 68 000 Bilder! Um die Konsultation dieser Bilder zu erleichtern und zu bereichern, sind Hyperlinks zwischen diesen Bildern, dem Gesamtinventar – nach XML-EAD codiert – und einer wissenschaftlichen Arbeit, nach TEI codiert, etabliert (Ch. Terraux, Correspondance et réseaux d’une maison princière dans l’Europe du XVIIIe siècle, mémoire de maîtrise, histoire moderne, dir. L. Bély, université Paris-Sorbonne, 2005, 214 p.).


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